PETER BRÜNING in Zürich und Berlin

»Peter Brüning«| 23. Januar 2019 - 22. März 2019

Galerie Haas Zürich                                                                  
Dr. Erika Schlessinger-Költzsch                                     
Talstraße 62 a
CH-8001 Zürich

Eröffnung: 23.01.2019, 18 - 20 Uhr 

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag von 9 - 13 und 14 - 18 Uhr
Samstag nach Vereinbarung

T +41 (0) 43 497 20 26
F +41 (0) 43 497 20 27

contact@galeriehaasag.ch
www.galeriehaasag.ch 

 

»Peter Brüning«| 25. Januar 2019 - 23. Februar 2019

Galerie Michael Haas
Niebuhrstraße 5
D-10629 Berlin

Kunst Lager Haas
Lise-Meitner-Straße 7-9
D-10589 Berlin-Charlottenburg 

Eröffnung: 25.01.2019, 19 - 21 Uhr 

Öffnungszeiten: 
Montag bis Freitag  9 - 18 Uhr
Samstag 11 - 14 Uhr
und nach Vereinbarung 

T +49 (0) 30 88 92 91 0
F +49 (0) 30 88 92 91 10

contact@galeriemichaelhaas.de 
www.galeriemichaelhaas.de                                                                                                  

   

PETER BRÜNING (1929-1970) IN ZÜRICH UND BERLIN

Galerie Haas Zürich: Gemälde und Arbeiten auf Papier 1957-1964 
Galerie Michel Haas Berlin und Kunst Lager HaasArbeiten 1964 bis 1970

2019 wäre Peter Brüning 90 Jahre alt geworden. In der Rückschau auf den in der Blüte seiner
Jahre früh verstorbenen Künstler muss man unwillkürlich an das Phänomen seiner schon früh
viel beachteten künstlerischen Entwicklung denken, die zwar Ende 1970 ihren jähen Abschluss
fand, aber als Ganzes auf eine ganz besondere Art in sich vollendet: in ihrer Folgerichtigkeit,
bildnerischen Erfindungskraft und geistigen Intensität.
Als zentrale Figur der deutschen Kunstgeschichte der 1950/60er Jahre hat Brüning ein
außergewöhnlich vielfältiges und wegweisendes Werk hinterlassen, er hat den künstlerischen
Neuanfang nach dem Krieg entscheidend mitgestaltet.
Brüning gehörte zu den Initiatoren, Wegbereitern und Sinnträgern jenes geistigen Klimas
der fünfziger Jahre, in dem sich die legendäre »Düsseldorfer Kunstszene« entwickeln konnte.
Der 1929 in Düsseldorf geborene Künstler, der seit 1969 einen Lehrstuhl für Freie Malerei
an der Düsseldorfer Kunstakademie innehatte, kann geradezu als eine Integrationsfigur
innerhalb dieser Szene angesehen werden.
Zuvor von 1950 bis 1952 als Student bei Willi Baumeister in Stuttgart und von 1952 bis
1954 zu Studienzwecken in Paris gewesen, wurde Peter Brüning in den späten 1950er Jahren
als noch nicht 30jähriger einer der wichtigsten Protagonisten des deutschen Informel und 
erlangte damals bereits internationale Anerkennung.
Zahlreiche Einzelausstellungen im In- und Ausland, etliche Förderpreise und die Beteiligung
an den wichtigsten Ausstellungsprojekten seiner Zeit [u.a. documenta II (1959), III (1964)
und IV (1968)] belegen diesem Erfolg.

Thema seines in kaum mehr als fünfzehn Jahren entstandenen umfangreichen Hauptwerks
ist die Landschaft - wenn auch nicht mehr im konventionellen Sinne gebraucht.

Für die Darstellung von Phänomenen innerhalb der Landschaft, besser eigentlich der Natur,
hat Peter Brüning sich eines wandelnden Zeichenrepertoirs bedient, das in der Reflexion zu
seiner ihn direkt umgebenden Umwelt entstanden ist. Brüning selbst bemerkte 1965 in
einem Interview, dass seine vermeintlich verschiedenen Ausdrucksformen eigentlich immer
dasselbe Anliegen spiegeln: die Landschaft.

Von 1964 an fanden allgemeingültige Zeichensysteme wie die Kartographie und Verkehrs-
zeichen schrittweise Eingang in seine Bildsprache. Es entstehen Bilder, Installationen,
Skulpturen, die die Realität der Kunst befragen und eine für diese Zeit radikale Position
markieren. Vom heutigen Standpunkt aus kann man dieser Eigenständigkeit und
Innovationskraft des noch jungen Künstlers nur Bewunderung entgegenbringen. Was durch
diese Künstlerpersönlichkeit noch alles möglich gewesen wäre, bleibt allein Spekulation. 

In Brünings Werk artikulieren sich aus der Vorstellung seiner Zeit gewachsene Ereignisse
zu Bildfindungen, die - gerade weil sie »auf der Höhe der Zeit«, also zeitgemäß im besten
Sinne sind - die innere Notwendigkeit einer gültigen und damit zeitlosen Ordnung in sich
tragen, als eine Eigenschaft, die qualitative Kunst auszeichnet.

Die Galerie Haas freut sich, in enger Kooperation mit dem Nachlass Peter Brüning, zwei 
Ausstellungen zeigen zu können.
Ab 23. Januar 2019 wird in einer Präsentation in Zürich das Augenmerk auf die frühen
informellen Jahre und dort vor allem auf die Werke auf Papier gelegt. 
Ab 25. Januar 2019 zeigt die Galerie Michael Haas Berlin und das Kunst Lager Haas 
den Übergang vom Informell zu den kartographischen Werken anhand von Bildern und
einer Installation aus dieser letzten Phase seines Werkes.

Zu den Ausstellungen erscheint ein Katalog in deutscher und englischer Sprache.

www.galeriemichaelhaas.de
www.galeriehaasag.ch
www.peterbruening.de

 

Englisch:

PETER BRÜNING (1929-1970) IN ZÜRICH AND BERLIN

Gallerie Haas Zürich: Paintings and Works on Paper 1957-1964 
Gallerie Michael Haas Berlin and Kunst Lager Haas: Works 1964 bis 1970

Peter Brüning would have turned 90 in 2019. In retrospect of the artist, who died early
in the prime of his years, one must involuntarily think of the phenomenon of his early
artistic development, which at the end of 1970 came to a sudden conclusion, but as
a whole was completed in a very special way: in their consistency, visual inventiveness
and spiritual intensity.
As a central figure in the history of German art in the 1950s and 60s, Brüning left an
extraordinarily diverse and ground-breaking work, decisively shaping the artistic new
beginning after the war.
Brüning was one of the initiators, pioneers and bearers of the intellectual climate of
the fifties, in which the legendary "Düsseldorf art scene" developed. Born in Düsseldorf
in 1929, he held a professorship for free painting at the Düsseldorf Art Academy since
1969, and he can almost be regarded as an integrator in this scene.
Previously from 1950 to 1952 as a student with Willi Baumeister in Stuttgart and from
1952 to 1954 for study purposes in Paris, Peter Brüning became one of the most
important protagonists of the German Informel in the late 1950s, not yet 30 years old,
and gained international recognition.
Numerous solo exhibitions at home and abroad, numerous awards and participation
in the most important exhibition projects of his time [a.o., documenta II (1959),
III (1964) and IV (1968)] prove this success.

The topic of his extensive main work, which was accomplished in barely more than
fifteen years, is the landscape, although no longer used in the conventional sense.
For the representation of phenomena within the landscape, better actually of nature,
Peter Brüning used a changing drawing repertoire, which arose in the reflection to
his directly surrounding environment. Brüning himself noted in an interview in 1965
that his allegedly different forms of expression actually always reflect the same
concern: the landscape.
From 1964 onwards, universal sign systems such as cartography and traffic signs
gradually became part of his imagery. Pictures, installations and sculptures are
created that question the reality of art and mark a radical position for this time.
From today's point of view, one can only admire the self-reliance and innovative
power of this young artist. What would have been possible through this artist's
personality remains speculation alone.
In Brüning's work, events that evolved from the idea of ​​his time articulate pictorial
inventions, which - precisely because they are "up to date", i.e., in the best sense
of the word - carry within themselves the inner necessity of a valid and therefore
timeless order that distinguishes qualitative art.

Galerie Haas is pleased to be able to show two exhibitions in close cooperation
with the estate of Peter Brüning.

As of January 23, 2019, a presentation in Zurich will focus on the early informal
years and above all on the works on paper.
As of January 25, 2019, Galerie Michael Haas Berlin and Kunst Lager Haas
show the transition from informal to cartographic works through images and an
installation from this final phase of his work.

For the exhibitions, a catalogue will be published in German and English.